Guten Morgen aus Israel – Jom Kipur

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Hallo liebe Leser,

Es ist schon eine Weile her, seit ich das letzte Mal ein paar persönliche Worte geschrieben habe. Vor einigen Tagen bin ich von meinem Besuch in Oldenburg zurückgekehrt, wo ich bei meinen Eltern war, die jetzt im Altenheim wohnen. Es ist immer etwas besonderes für mich, durch die Straßen meiner Heimatstadt zu spazieren.

Aber jetzt bin ich wieder zuhause in Modiin , nachdem wir am vergangenen Sonntag den Beginn des neuen jüdischen Jahres gefeiert haben, beginnt heute Abend der höchste Feiertag des Judentums, der Jom Kipur. Von heute Abend bis morgen Abend wird gefastet, Alls Geschäfte werden geschlossen sein und kein Automword auf den Strassen fahren, absolute Stille. Der Tag gibt uns Zeit , das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Am Jom Kipur entschuldigen wir uns bei denen, die wir im Laufe des letzten Jahres  vielleicht verletzt haben, wir stehen vor unserem Schöpfer  und bitten um Verzeihung , wenn wir gesündigt haben sollten. Es ist ein Tag , wo wir neue Kraft schöpfen , ein Neuanfang für das neue Jahr. Zwischen Neujahr und Kipur ist es üblich sich mit dem Gruß “ Gmar Hatima Tova “ zu grüßen, das heißt “ eine gute Unterschrift “ . Also eine gute Abrechnung vor G’tt. Das Fasten soll zu unserer Reinigung beitragen. Vor Beginn des Fasten isst man das „beendende Mahl“ , wo das letzte Mal etwas gegessen und getrunken wird. Ich nutze die Gelegenheit und möchte auch euch liebe Leser, um Verzeihung bitten, sollte ich durch meine Worte jemanden verletzt haben.

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Hier in Israel werden aus Sicherheitsgründen sämtliche Übergänge  nach Israel geschlossen, in Jerusalem werden 2000 Polizisten stationiert, um Ausschreitungen zu vermeiden. Leider ist es in der letzten Zeit nicht ruhig in Jerusalem und Umgebung . Täglich gibt es Fälle von Steinwurf Attacken auf israelische Autos. Auch auf der Stasse 443 zwischen meiner Stadt Modiin und Jerusalem hat es mehrere dieser Steinwurf Angriffe gegeben. Hoffen wir, dass es bald wieder ruhiger wird.

Ich persönlich lebe meinen Alltag , bekomme von den Unruhen nichts mit , fahre jeden Tag mit dem Bus zur Arbeit nach Jerusalem über die Straße 443.

Und nun zum Wetter . Die Meteologen sagen uns den heißesten Jom Kipur seit zehn Jahren voraus mit Temperaturen von 36 Grad. Das macht das Fasten natürlich schwerer . Auch das Trinken ist verboten. Natürlich sind kranke Menschen von der Pflicht des Fastens befreit. Die Gesundheit des Menschen geht über alles.

Ich wünsche euch einen angenehmen Tag, „Gmar Hatima Tova “ . Sollte ich jemanden verletzt haben, so bitte ich um Verzeihung .

Shalom aus Israel !



Kategorien:Der Blog

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