Guten Morgen aus Israel

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Hallo liebe Leser,

Es ist hier etwas ruhiger geworden, ich habe es in den letzten Tagen nicht geschafft, hier regelmässig zu schreiben. Aber wenn etwas sehr wichtiges hier passiert, dann informiere ich darüber immerauf meiner Facebook Seite.

Also, was ist momentan aktuell hier bei uns ? Immer öfter kann man das Wort “ Neuwahlen “ in den Nachrichten hören. Ministerpräsident Netanjahu beschuldigt seinen Koalitionspartner , den Finanzminister Lapid, er würde sich benehmen, als sei er in der Opposition. Die Abstimmung um das umstrittende „Nationalität Gesetz“ ist um eine weitere Woche verschoben worden. Lapid beschwert sich, Netanjahu würde bereits Kontakte mit den orthodoxen Parteien aufnehmen, um über die nächste Regierung zu reden. In der Zeitung stand heute, dass Neuwahlen bereits im zweiten Viertel des nächsten Jahres stattfinden könnten, also zwischen März und Juni 2015.

Und jetzt möchte ich noch über einen Vorfall berichten, der sich vor zwei Tagen ereignet hat. Unbekannte, wahrscheinlich rechts gerichtete Extreme, haben die „Zweisprachige Schule“ in Jerusalem in Brand gesetzt und an die Wände Graffitis gegen Araber und gegen das Zusammensein von Juden und Arabern gemalt ( Artikel vom n-tv ).

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Foto : Feuerwehrleute un der verbrannten Klasse  ( Bild von der Internetseite „Hand in Hand“ )

Diese Tat wurde sofort von allen Seiten auf das schärfste verurteilt. Die Zweisprachige Schule in Jerusalem ist eine von mehreren Schulen in Israel, in denen zweisprachig unterrichtet wird. Insgesamt lernen in Israel um die 1600 Schüler, Araber und Juden, in diesen Schulen. Jede Klasse hat zwei Lehrer, einen arabischen und einen jüdischen. Es wird in beiden Sprachen unterrichtet. Die Schüler müssen beide Sprachen verstehen. Man bemüht sich, dass immer die gleiche Zahl von arabischen und jüdischen Kindern zusammen in einer Klasse sind. Hier ein Video über die Zweisprachige Schule :

Durch den Brandanschlag wurde eine Klasse eines kindergartens zerstört. Dennoch konnte der Unterricht am nächsten Tag in der Schule stattfinden. Es ist leider nicht das erste Mal, dass es Angriffe auf die Schule gibt. Auch zur zeit der Operation in Gaza wurden Graffitis geschmiert mit anti arabischen aussagen. Zum Glück lassen sich die Lehrer, Schüler und Eltern nicht unterkriegen. Im Radio sagte ein Vater, sie sind in der Schule wie eine Familie und so ein Vorfall verstärkt ihre Beziehungen untereinander nur noch mehr. Hier die englische Internetseite der Organisation “ Hand in Hand „, die diese Schulen betreibt. Die Schulen sind öffentliche Schulen des Staates, die Organisation  unterstützt bei der Leitung der Schulen.tzipi_livni_and_students-200x149

Foto : Justitzministerin Zipi Livni besucht die Schule nach dem Brandanschlag ( Bild von der Internetseite „Hand in Hand“ )

Hier noch einige interessante Links über die „Hand in Hand“ Organisation und die Zweisprachigen Schulen :

http://www.israel-international.de/projekte/hand_in_hand/

http://de.qantara.de/content/hand-hand-schule-jerusalem-friedliche-koexistenz-auf-dem-schulhof-0

So, ich hoffe, dass Schulen wie diese sich weiter entwickeln werden. Nur so können arabische und jüdische Kinder zu einem Miteinander erzogen werden. Aber der Weg dorthin ist leider noch sehr weit. Dennoch toll, dass es solche Schulen gibt. Das gibt Hoffnung.

 

Ich wünsche euch einen angenehmen Tag.

Shalom aus Jerusalem !

 

 

 

 

 

 



Kategorien:Aktuelles, Der Blog

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