Staatspräsident Herzog hält Rede im Europäischen Parlament zum Internationalen Holocaust-Gedenktag

Archivbild: Israels Staatspräsident Isaac Herzog, Bild: Gideon Markowicz/TPS

(TPS) – Staatspräsident Herzog wird anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages die Hauptrede im Europäischen Parlament in Belgien vor Abgeordneten und Holocaust-Überlebenden in einer Sondersitzung halten. Der Präsident wird Belgien am 25. und 26. Januar 2023 besuchen und während dieser Zeit auch mit dem belgischen König Philippe im Brüsseler Königspalast, dem Präsidenten der Europäischen Kommission, dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, dem Generalsekretär der NATO und Vertretern der jüdischen Gemeinden von Brüssel und Antwerpen zusammentreffen.

Staatspräsident Herzog wird die jüdische Schule Athénée Ganenou besuchen und mit Schülern aller Altersgruppen zusammentreffen, die dort lernen. Er wird auch die Große Synagoge von Europa in Brüssel besuchen und dort mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinden von Brüssel und Antwerpen zusammentreffen.

Herzog: „Dies ist ein wichtiger und außergewöhnlicher Besuch bei den Institutionen der Europäischen Union. Belgien ist ein enger Freund Israels, und ich bin sicher, dass meine Treffen mit dem König und den Regierungsvertretern als Katalysator für viele Kooperationen mit dem Land wirken werden.

„Israels Beziehungen zu den europäischen Nationen und den Institutionen der Europäischen Union“, fügte er hinzu, „wirken sich auf fast alle Bereiche unseres Lebens als Volk und als Staat aus – von der Wirtschaft bis zur Sicherheit, von der Wissenschaft bis zur Kultur und vielem mehr. Mein Besuch und meine Begegnungen bringen die Lehren aus der Vergangenheit und die Vision einer vielversprechenden Zukunft der Partnerschaft zwischen Israel und den europäischen Nationen zusammen.“

Herzog sagte, die Rede vor dem Europäischen Parlament erfülle ihn mit „einem Gefühl heiliger Beklemmung“.

„Wir dürfen nie vergessen, dass der Holocaust, der dunkelste Abgrund in der Geschichte der Menschheit, aus dem fruchtbaren Boden des Antisemitismus erwuchs, der sich über Generationen hinweg in Europa ausgebreitet hatte und tragischerweise in vielen Formen in der Gegenwart wieder auftaucht“, sagte er. „Die historische Verantwortung, die die gesamte Völkerfamilie – und insbesondere die Völker Europas – trägt, verlangt von uns nicht nur eine Vertiefung der Erinnerung und des Gedenkens, sondern auch, Lehren zu ziehen, zu erziehen und einen beharrlichen, entschlossenen und vor allem gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu führen.“



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