Die Preise steigen, warum auch nicht, wenn weiter gekauft wird

Guten Morgen liebe Leser!

Heute früh sitze ich wieder im Zug auf dem Weg zu meiner Arbeit, nachdem ich gestern von zu Hause aus gearbeitet habe, wie meistens am Dienstag.

Es ist gut, einen Tag in der Woche zu Hause zu haben, um alle möglichen Dinge erledigen zu können, zu denen man sonst keine Zeit hat. Das beginnt mit dem Abholen von Paketen, denn die Post oder Ausgabestellen sind meistens schon geschlossen, wenn ich von der Arbeit ankomme. Genau so ist es auch mit Banken und anderen Ämtern, obwohl man für diese Art der Erledigungen meistens das Internet nutzen kann.

Ich bin jedenfalls froh, diesen einen Tag zu haben. Wir haben ihn dieses Mal sehr gut ausgenutzt. Gleich zwei Handwerker kamen, um etwas zu reparieren, wir habe n es sehr lange vor uns hergeschoben. Und ich habe es sogar geschafft, am Morgen eine Cellostunde zu geben. Und danach begann ich dann mit meiner Arbeit im Home Office.

All das war der Grund, warum ich Euch gestern nicht wie gewohnt mit einem Morgenartikel begrüßen konnte. Ich hoffe, Ihr habt Verständnis dafür. Ich betreibe diese Seite nun mal völlig alleine.

Zum Glück passieren bei uns momentan nicht zu viele schlimme Dinge. Es sind immer noch die gleichen Schlagzeilen in den Medien, wie die ewig langen Koalitionsverhandlungen, der Kampf gegen die steigenden Preise und die Gewalt auf den Straßen.

Israels größte Supermarktkette „Shufersal“ hat nun in ihrem Kampf gegen den Tnuva Konzern etwas nachgegeben und wieder einige Molkereiprodukte in die Regale gestellt. Dabei soll es sich um Produkte handeln, für die man keinen Ersatz mehr finden konnte, von den Verbrauchern aber verlangt werden. Na gut. Ich denke, es hätte sich gelohnt, weiter durchzuhalten und in der Zeit einfach mal etwas anderes zu essen. Nun gibt es noch ein paar Waren, für die wir mehr bezahlen müssen.

Dabei hatte Tnuva im letzten Monat schon sehr viele Verluste gemacht, der Boykott der Waren hatte also Wirkung gezeigt. Schade, dass wir nicht in der Lage sind, durchzuhalten. Viele Israelis scheint das nicht genug zu interessieren, sie wollen ihre gewohnten Waren kaufen, egal für welchen Preis. Vielleicht geht es uns ja gar nicht so schlecht, wie wir immer sagen.

Bis jetzt hat es keine Regierung geschafft, die israelischen Lebensmittelkonzerne in die Knie zu zwingen. Israel ist wie eine Insel, es gibt nicht viele Konzerne, aber diese kontrollieren den gesamten israelischen Markt. Warum sollte man also die Preise senken. Solange wir ihre Waren weiterhin kaufen, wird sich die Situation nicht ändern.

Vielleicht können wir ja mal einen gemeinsamen Gang durch einen Supermarkt machen, um die Preise zu vergleichen. Was haltet Ihr davon?

Über Politik und die Bemühungen, endlich eine Regierung zu bekommen, werde ich vielleicht morgen schreiben. Ich hätte nie gedacht, dass es auch nach diesem doch klaren Wahlergebnis so lange dauern würde. Wir dürfen einfach nicht zu viele Parteien in die Knesset wählen.

Und jetzt erreiche ich gleich meine Station. Ein neue Arbeitstag beginnt. Das Wetter ist heute etwas durchwachsen, aber schon morgen soll es wieder sonnig und etwas wärmer werden. Von Winter keine Spur. Ich wünsche Euch einen tollen Tag. Shalom aus Israel!



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