Psalmenbuch rettet Terroropfer das Leben

Das Psalmenbuch, das Leben rettete. Auf der Rückseite sind die Spuren der Splitter gut zu sehen. Bild: Shaarei Zedek Krankenhaus Jerusalem

Ein Psalmenbuch hat höchstwahrscheinlich das Leben eines bei dem Bombenanschlag in Jerusalem sehr schwer verletzten Mann gerettet.

Der 62 Jahre alte Mann war am vergangenen Mittwoch auf dem Weg nach Miron, als an der Bushaltestelle der Sprengsatz explodierte, durch den zwei Menschen getötet wurden. Auch der Mann wurde von der Wucht der Explosion getroffen und durch zahlreiche Splitter schwer verletzt. Doch ein besonders großer Splitter blieb im Einband eines Psalmenbuchs stecken, das der Mann in seiner Tasche hatte.

Heute zeigte der Mann den Ärzten und Besuchern sein Psalmenbuch. Der gewisse Splitter blieb an einer ganz bestimmten Stelle im Psalmenbuch stecken, im Vers 7 von Psalm 124, wo geschrieben steht:

Unsere Seele ist entflohen wie ein Vogel aus der Schlinge des Vogelstellers; die Schlinge ist zerrissen, und wir sind entkommen!

 ז: נַפְשֵׁ֗נוּ כְּצִפּ֥וֹר נִמְלְטָה֮ מִפַּ֪ח י֫וֹקְשִׁ֥ים הַפַּ֥ח נִשְׁבָּ֗ר וַאֲנַ֥חְנוּ נִמְלָֽטְנוּ 

Nafsheinu K’Tzipor Nimlata MiPach Yokshim: Hapach Nishbar, V’Anachnu Nimlatnu

Nach mehreren Eingriffen zur Entfernung weiterer Splitter, die in seine Gliedmaßen eingedrungen waren, erholt sich der Mann nun. Er bat darum, anonym zu bleiben und seine bemerkenswerte Geschichte über das Psalmenbuch weiterzugeben: „Das ist es, was hilft“.

Zweites Opfer beigesetzt

Heute haben mehrere Hundert Menschen Tadessa Tshuma auf seinem letzten Weg begleitet. Der 50 Jahre alte Tadessa war gestern seinen schweren Verletzungen erlegen. Unter den Anwesenden waren die israelische Ministerin für Einwanderung, Pnina Tamano-Schata, und der Bürgermeister von Jerusalem, Moshe Leon.



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