Endlich zu Hause

Guten Morgen, liebe Leser!

Etwas Gutes hat uns die ganze Corona-Sache gebracht, wir haben gelernt, dass man auch von zu Hause aus sehr gut arbeiten kann. Ich habe schon etliche Male darüber geschrieben. Da heute aber der Tag ist, an dem ich von zu Hause aus arbeiten kann, ist das Thema Homeoffice wieder in meinem Kopf. Besonders nach dem gestrigen Tag, den ich als einen katastrophalen Tag der öffentlichen Verkehrsmittel in Erinnerung behalten werde.

Natürlich übertreibe ich jetzt total, Pannen wie gestern könne passieren, aber trotzdem war es gestern wirklich nicht angenehm. Fast zwei Stunden brauchte ich, um endlich im Büro zu sein. Und gab es auch auf meiner Fahrt zurück eine kleine technische Panne, als unser Zug kurz vor Modiin für etwa zehn ewig lange Minuten stehengeblieben war.

Gestern am Bahnhof Shalom in Tel Aviv, ein toller Tag.

Aus diesem Grund bin ich heute besonders glücklich, Euch von zu Hause aus schreiben zu können. Und das noch an einem Dienstag, der ja bei uns als ein besonders guter Tag gilt. Ich hoffe, es wird ein toller Tag. Leider war das nicht immer der Fall.

Aber es gibt Grund für leichten Optimismus. Denn gestern Abend scheint es tatsächlich einen Durchbruch in den Koalitionsverhandlungen zwischen Netanjahu und Smotrich gegeben zu haben, nachdem Arie Deri von Shas auf den Posten des Finanzministers zugunsten von Smotrich verzichtet hat. Er hat sich hier als der „verantwortliche Erwachsene“ gezeigt. Auf Hebräisch gibt es diese Bezeichnung, „HaMewugar HaAchra’i“ (המבוגר האחראי).

Irgendjemand musste nachgeben, um mit der Regierungsbildung voranzukommen. Bedauerlicherweise ist es immer wieder das Gleiche, denn ohne die kleineren Parteien gibt es eben keine Mehrheit in der Knesset. Und das wird immer wieder ausgenutzt, um die besten Bedingungen zu erreichen. Dabei ist es dann völlig egal, ob man zum selben Block angehört. Am Ende denkt jeder zuerst nur an sich. Nur darf man nicht übertreiben. Irgendwann muss man verstehen, dass man von den Wählern die Stimmen bekommen hat, um das Land zu regieren, nicht, um sich innerhalb des Blocks um die Ministerposten zu streiten. Ich hoffe, dass sich die anderen Koalitionspartner und auch die Likud-Mitglieder, die auf ihre Posten warten, schnell einig werden, denn es gibt so viel zu tun in unserem Land.

Die Zinsen sind gestern ein weiteres Mal erhöht worden, was bedeutet, dass wir jetzt noch mehr für unseren Wohnungskredit zurückzahlen müssen. Als ob nicht alles schon teuer genug geworden ist.

Fast jeden Tag gibt es neue Berichte über Preiserhöhungen. Von den Wohnungspreisen brauche ich gar nicht mehr zu sprechen. Die sind innerhalb eines Jahres um wahnsinnige 20 Prozent gestiegen. Jede neue Regierung verspricht uns immer wieder, die Wohnungspreise zu senken und mehr Wohnungen zu bauen. Das Problem ist, dass diejenigen, die bereits eine Wohnung besitzen, so wie ich, gar kein Interesse daran habe, dass die Wohnungspreise sinken, denn das würde ja bedeuten, dass unsere Wohnung an Wert verliert. Es wäre eine Katastrophe, wenn der Wert einer Wohnung unter der Summe liegt, die man sich für den Kauf der Wohnung von der Bank leihen musste. Deswegen fällt es mit schwer, den Versprechen der Politiker, die Wohnungspreise zu senken, Glauben zu schenken.

Und in diesem Moment wird im Radio über die Preiserhöhungen zahlreicher Milchprodukte berichtet, na super.

Und nun ist es an der Zeit, mit der Arbeit zu beginnen. Ich wünsche Euch einen wunderbaren Dienstag. Schreibt mir, über welche Themen hier gerne etwas lesen würdet, diese Seite ist für Euch, Eure Brücke nach Israel. Also, alles Gute und Shalom aus Modiin!



Kategorien:Aktuelles, Der Blog

Schlagwörter:, , , , ,

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: