Eindrücke aus Israel – Das Tote Meer

Das nördliche Tote Meer. Bild: Dov Eilon

Unsere heutigen Eindrücke aus Israel führen uns an das Tote Meer, genauer gesagt an das nördliche Tote Meer, weit entfernt von dem Touristenzentrum am südlichen Ende des Toten Meeres. Die Bilder stammen vom Sommer, vom Monat August, als wir alle zusammen mit meiner Schwester einen Ausflug gemacht haben. Eigentlich dachten wir bis zu den Hotels im südlichen Teil des Toten Meeres zu fahren. Aber da mein Auto zu dieser Zeit, der Monat August, nicht ganz in Ordnung war, hatten wir uns entschlossen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Und das war unerwartet einfach. Erst mit dem Zug von Modiin nach Jerusalem und dann weiter mit dem Bus nach Kalia, gerade mal eine halbe Stunde Fahrt.

Nach ein paar Minuten Lauf, sahen wir es dann: das Tote Meer. Bild: Dov Eilon

Ich erinnere den Strand von Kalia noch sehr gut aus der Zeit, als unser ältester Sohn noch klein war. Damals gab es dort einen tollen Wasserpark mit vielen bunten Rutschen und auch einen Pool.

Von dem tollen Wasserpark ist heute nicht mehr viel übrig. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich selber an diesen Rutschen Schlange gestanden habe. Bild: Dov Eilon

Der Wasserpark nannte sich „Attraktia“ und wurde als „der Wasserpark von Jerusalem“ beworben, wegen der kurzen Anfahrt von Jerusalem bis zum nördlichen Toten Meer. Heute ist davon nicht mehr allzu viel übrig, wie ihr im folgenden Video sehen könnt:

Der Park existierte zwischen den Jahren 1989 und 2002. Nach Beginn der zweiten Intifada, als immer weniger Besucher kamen, wurde der Park geschlossen.

Auf unserem Weg zum Wasser war die Atmosphäre fast apokalyptisch. Es herrschte eine enorme Stille, bis auf den Wind. Und dann gab es neben den Ruinen des Wasserparks noch weitere Erinnerung an vergangene Zeiten.

Erinnerungen an alte Zeiten. Bild: Dov Eilon

In den dreißiger Jahren lebten hier die Familien der Arbeiter der Toten-Meer Werke, nach dem Unabhängigkeitskrieg 1948 errichteten die Jordanier an dem Ort ihre Lager. Im Jahr 2019 wurde es dann farbenfroher, als sich Gruppe von motivierten Künstlern daran machte, die Häuser mit bunten Graffiti zu schmücken.

Der Fußweg vom Bus bis zum Eingang des Kalia-Strandes war in der Hitze dann doch etwas länger als erwartet. Bild: Dov Eilon

Und dann waren wir endlich angekommen. An der Kasse, ja der Strand in Kalia kostet etwas, hat man uns dann eine Gruppenermäßigung gegeben, als man sah, dass wir den ganzen Weg zu Fuß gegangen waren, vielen Dank. Neben dem Strand gibt es dort ein paar Geschäfte für die Touristen, wo natürlich auch Kosmetika vom Toten Meer verkauft werden. Dann gibt es ein nettes Restaurant mit Bar, die sich rühmt, die am niedrigsten liegende Bar auf der Welt zu sein.

Der Strand von Kalia, viel natürlicher als im südlichen Teil. Bild: Dov Eilon

Der Strand ist hier meiner Meinung nach viel natürlicher als dort, wo die ganzen Hotels liegen. Das Wasser ist deutlich kühler, da es sich hier um den größeren Teil des Toten Meeres handelt. Ja, das Tote Meer schrumpft, es wird jedes Jahr immer etwas kleiner, sodass er jetzt schon aus zwei Teilen besteht.

Hier kann man einen schönen Tag verbringen. Bild: Dov Eilon

Das ist doch wirklich ein toller Anblick, oder? Jetzt wollt Ihr sicher noch wissen, warum es den Wasserpark nicht mehr gibt. Der Grund dafür sind die sogenannten Senklöcher, von denen es immer mehr gibt. Sie haben die Landschaft völlig verändert. So wurde der Strand von Ein Gedi, wo wir früher sehr oft gewesen sind, vollkommen zerstört. Im folgenden Video könnt Ihr Euch selbst ein Bild davon machen:

So schlimm das jetzt aussehen mag, das Tote Meer ist immer noch ein ganz besonderer Ort und immer einen Ausflug wert.

Hier geht es zur Webseite des Kalia Strandes



Kategorien:Aktuelles, Israel in Bildern

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