Wahlen 2022 – 87 % der Stimmen gezählt – Netanjahus Block führt sicher

Das zentrale Wahlkomitee hat berichtet, dass gegen 17:30 Uhr Ortszeit insgesamt 4.196.105 Stimmen gezählt worden sind, das sind 87 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Stärkste Partie ist der Likud von Benjamin Netanjahu mit 32 Sitzen, die Partei Jesh Atid von Yair Lapd ist zweitstärkste Kraft in der Knesset, liegt mit 24 Sitzen aber weit hinter dem Likud. Dennoch sind 24 Sitze für Lapid das bisher beste Ergebnis für seine Partei bei Wahlen zur Knesset.

Doch wegen des sehr schlechten Abschneidens der linken Parteien, die Arbeitspartei von Meirav Michaeli, mit gerade Mal 4 Sitzen, und Meretz, die den Einzug in die Knesset höchstwahrscheinlich nicht geschafft hat.

Drittstärkste Partei in der Knesset ist erstmals die religiöse zionistische Partei mit Bezalel Smotrich und dem umstrittenen Itamar Ben Gvir, die Partei bekam 14 Sitze.

Itamar Ben Gvir (l.)und Bezalel Smotrich (r.) feiern den Erfolg

Benny Gantz hat zusammen mit Gideon Saar und der Liste der Nationalen Einheit 11 Sitze erhalten, dahinter folgt die religiöse Partei Shas mit einem ihrer besten Ergebnisse seit Jahren, 11 Sitze, und das Vereinte Torah Judentum mit 8 Sitzen.

Die Partei Israel Beiteinu von Avigdor Liberman muss sich mit 5 Sitzen zufriedengeben. Die arabischen Parteien Ra’am und Hadash-Ta’al, die getrennt zu den Wahlen antraten, bekamen jeweils 5 Sitze.

So kann der Block mit Benjamin Netanjahu wahrscheinlich mit sicheren 65 Sitzen die nächste Regierung stellen, während der Block von Yair Lapid mit 45 Sitzen in die Opposition gehen wird.

Innerhalb der Likud Partei beginnen nun schon die Diskussionen um die Besetzung der Ministerposten. Sicher ist, dass der Religiöse Zionismus einige wichtige Ämter bekommen wird. Aus Washington wurde bereits berichtet, dass die US-Regierung nicht vorhabe, mit Ministern des Religiösen Zionismus zusammenzuarbeiten, eine neue Situation in den Beziehungen zwischen den USA und Israel.

Das endgültige Wahlergebnis wird für morgen erwartet, bis dann werden die doppelten Umschläge gezählt werden. Das sind die Stimmen der Soldaten und der Auslandsvertretungen. Es kann also noch einige kleinere Veränderungen im Endergebnis geben, vielleicht ein Hoffnungsschimmer für Meretz, der nur wenige Stimmen fehlen, um die für den Einzug in die Knesset erforderlichen 3,25 Prozent zu erzielen.

Dennoch ist der Sieg vom Block Netanjahu sicher. Noch-Ministerpräsident Yair Lapid sagte bereits, dass es eine geordnete Übergabe der Regierungsgeschäfte geben werde.

Netanjahus Siegesrede

In seiner Siegesrede sagte Benjamin Netanjahu heute Nacht:

„Vielen Dank, vielen Dank, vielen Dank. Wir haben heute ein enormes Vertrauensvotum erhalten. Ich möchte vor allem den Bürgern Israels danken. Ich habe Erstaunliches gesehen – Bürger, die über 90 oder 100 Jahre alt waren und in der Schlange standen, weil sie wussten, dass es sich um wichtige Wahlen handelt.“

„Wir haben heute ein enormes Vertrauensvotum von den Menschen in Israel erhalten. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass der Likud die größte Partei in Israel ist, mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Parteien. Wir müssen noch auf die tatsächlichen Ergebnisse warten, aber eines ist klar: Unser Weg, der Weg des Likud, hat sich bewährt.“

„Es wurde wieder einmal deutlich, dass der Likud mit großem Abstand die größte Partei in Israel ist. Ich muss darauf hinweisen, dass unsere Partner im nationalen Lager ebenfalls bedeutende Erfolge erzielt haben. Hut ab vor ihnen, ich habe heute Abend mit ihnen gesprochen.“

„Wir müssen noch abwarten. Aber der Weg des Likud hat sich bewährt. Von 52 Sitzen bei den letzten Wahlen stehen wir kurz vor einem sehr großen Sieg, und das Ausmaß des Wandels, der hier im letzten Jahr stattgefunden hat, sollte nicht unterschätzt werden. Die Menschen wollen einen anderen Weg, das ist ganz klar. Sie wollen Sicherheit, sie wollen die Lebenshaltungskosten senken. Sie wollen Stärke und nicht Schwäche, sie wollen Entschlossenheit mit Weisheit. Sie wollen ihren Nationalstolz wiederherstellen, und sie wollen einen jüdischen Staat.“



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