Der Tag danach

Guten Morgen liebe Leser!

Jetzt haben wir sie hinter uns, die fünften Wahlen zur Knesset innerhalb von nur dreieinhalb Jahren. So wie es jetzt aussieht, nach Zählung von fast der Hälfte der Stimmen, könnten es vorerst die letzten Wahlen gewesen sein, für die nächsten vier Jahre jedenfalls.

Um 7 Uhr waren 45 Prozent der Stimmen gezählt, es kann sich also noch einiges ändern. Aber zurzeit würde die Sitzverteilung unter den Blöcken so aussehen:

Der Block von Netanjahu würde, zum momentanen Stand der Dinge, 68 Sitze bekommen, der Block der regierenden Koalition nur 47 Sitze.

Die Meretz Partei ist momentan nicht in der Knesset vertreten, wie auch die arabische Ra’am Partei von Mansour Abbas. Nur Hadash-Tal würde mit 5 Mandaten in der Knesset vertreten sein. Ein herber Rückschlag für die arabischen Parteien, den sie sich aber selbst zuschreiben können. Die arabischen Bürger fühlen sich von ihnen nicht vertreten.

Wie gesagt, es handelt sich hier um vorrübergehende Ergebnisse. Es kann sich noch einiges ändern, besonders dann, wenn es Meretz gelingen sollte, doch in die Knesset einzuziehen.

Was ich immer wieder feststelle, ist die Tatsache, dass in den Umfragen, auch in den Umfragen an den Wahllokalen, die für die ersten Prognosen verwendet werden, immer wieder gelogen wird. Besonders die Wähler des Likuds scheinen dann gerne zu schummeln. Denn der Likud hat immer deutlich mehr Stimmen erhalten als es die Prognosen vorhergesagt hatten. Das ist etwas, was mich irgendwie amüsiert, denn der linke, oder vielleicht besser, der „Anti-Bibi-Block“, fällt irgendwie immer wieder darauf rein, genauso wie die Journalisten der mehr nach links orientierten Fernsehsender.

Heute werden wir einfach abwarten müssen. Alle paar Stunden werden weitere Ergebnisse veröffentlicht werden und das Bild wird deutlicher werden. Ich habe gelernt, bis zum offiziellen Endergebnis zu warten, bevor ich mich zu den Wahlen äußere. Dabei muss ich mich an die Wahlen von 1996 erinnern. Damals gaben wir zwei Stimmen ab, eine für die Partei, die andere für die Direktwahl des Ministerpräsidenten. Am Ende des Tages gingen wir Schlafen mit der Erkenntnis, dass Shimon Peres der nächste Ministerpräsident sein wird. Als wir dann am kommenden Morgen aufstanden, war es Benjamin Netanjahu, der im Alter von 46 Jahren zum jüngsten Ministerpräsidenten aller Zeiten gewählt worden war.

Daher sollten wir geduldig bis morgen oder wenigstens heute Abend warten. Dann werden wir wissen, ob wir das kommende Pessach Fest in Ruhe und ohne einen weiteren Wahlkampf feiern können.

Seit gestern gibt es übrigens einen Israel Direkt Kanal auf Telegram. Dort werde ich wichtige Meldungen in Kürze veröffentlichen. So könnt Ihr schneller erfahren, was bei uns passiert. Direkt aus Israel. Um mit dabei zu sein, braucht Ihr nur hier zu klicken. Ich freue mich auf Euch.

Nun wünsche ich Euch einen wunderbaren Tag. Hier bei uns ist es sonnig, vom für gestern angekündigtten Regen habe ich nichts mitbekommen. Am Toten Meer gab es allerdings Überflutungen durch den Regen, wodurch eine Straße gesperrt werden musste. Und jetzt steige ich schon wieder aus dem Zug, Später gibt es dann wieder neue Meldungen aus Israel, bleibt dran. Shalom!



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