Wahlen, Terror und hohe Preise

Guten Morgen liebe Leser!

Wieder sitze ich im Zug auf meinem Weg zur Arbeit. Diesmal habe ich das Auto zu Hause gelassen und habe die Bus genommen, um zum Bahnhof zu kommen, damit mein lieber Sohn, der frischgebackene Zivilist, zu seinen Freunden fahren kann.

Seit fast einer Woche ist er nun schon kein Soldat mehr, aber so ganz scheint es ihm noch nicht bewusst zu sein. Zwei Jahre und acht Monate sind auch eine lange Zeit. Aber nun sind sie vorüber und ich bin mir sicher, dass er sich schnell an sein neues Leben gewöhnen wird.

Hier bei uns in Israel gibt es zur Zeit zwei, drei Themen, über die gesprochen wird. Da sind zum einen die Wahlen in genau einer Woche, dann die angespannte Sicherheitslage in Samaria und auch Jerusalem und die immer weiter steigenden Preise, besonders in den Supermärkten.

Es ist schon etwas verrückt, aber die Preise in Israel machen uns irgendwie mehr zu schaffen als die Sicherheitslage. Das mag daran liegen, daß so etwas für uns Israelis leider nichts Neues ist. Seit ich hier lebe, 34 Jahre, gibt es diese Probleme mit Auseinandersetzungen im Gazastreifen, Terroranschläge, hier und da eine Messerattacke oder ein Anschlag mit einem Auto. Eigentlich leben wir in einer ständigen Situation der Spannung, es kann immer mal etwas passieren. Und wenn es in Gaza ruhig ist, dann gibt es Probleme im Norden mit der Hisbollah im Libanon oder den Iranern in Syrien.

Momentan haben wir es mit der Organisation „Die Höhle der Löwen“ zu tun, einer relativ neuen Terrorgruppe aus Schechem (Sichem), heute als Nablus bekannt. In den Medien wurde von der Liquidierung eines weiteren Führungsmitglieds der Gruppe berichtet, die israelische Armee ist zur Zeit vor Ort aktiv, um gegen die Terrorgruppe vorzugehen.

Und jetzt zurück zum Thema hohe Preise. Ich weiß, dass es auch bei Euch in Deutschland immer teurer wird, aber hier bei uns wird das immer zu einem riesigen Problem. Alles wird teurer. Für den 1. November, dem Tag der Wahlen, wurden uns weitere Preiserhöhungen „versprochen“, wie nett. Meiner Meinung nach müsste man einfach aufhören, die verteuerten Waren zu kaufen, doch leider gibt es viel zu viele Menschen, die einfach nicht auf den Preis schauen und impulsiv das kaufen, was sie immer gekauft haben. Ich bemühe mich wirklich, zu sparen, aber da noch muss ich ha etwas auf den Tisch bringen, es ist also nicht so einfach.

Es es fehlt an nichts, nur wird alles immer teurer. Bild: Dov Eilon

Über die kommenden Wahlen habe ich ja schon geschrieben, gestern wurde eine weitere Umfrage veröffentlicht, das Unentschieden zwischen den Blöcken bleibt bestehen, aber nur solange, wie es die arabischen Parteien schaffen, in die Knesset zu ziehen. Denn das ist jetzt gar nicht mehr so sicher, zwei Parteien kommen gerade mal auf je 4 Mandate, das ist das Mindeste, das man braucht, um in der Knesset vertreten zu sein. Es wird auch immer mehr darüber diskutiert, ob Ayelet Shaket und ihre neue / alte Partei Beit Jehudi (Jüdisches Haus) nicht lieber auf die Wahlen verzichten sollte, um dem rechten Block keine Stimmen zu nehmen, die am Ende fehlen würden, die begehrten 61 Mandate zu bekommen. Es bleibt spannend.

Wird sie im Rennen bleiben? Ayelet Shaked

So, gleich muss ich schon wieder aus dem Zug steigen, ein neuer Arbeitstag beginnt, mit neuen Erlebnissen. Bitte schreibt mir, wenn Ihr euch für ein bestimmtes Thema, das Israel betrifft, interessiert und über das ich schreiben soll. Diese Seite ist für Euch, eine direkte Verbindung nach Israel. Ich freue mich auf Eure Kommentare.

Das Wetter wird langsam etwas kühler, aber es bleibt angenehm. Ich wünsche Euch allen einen wunderbaren Tag. Shalom!



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