200 junge Deutsche zu Besuch in Israel

200 junge Deutsche auf Einladung des israelischen Außenministeriums in Israel – Sie sollen „Botschafter“ des Landes werden

Das Nachrichtenportal Ynet berichtet heute über den Besuch einer Delegation von 200 jungen Deutschen, die auf Einladung des israelischen Außenministeriums für 5 Tage durch das Land reisen werden. Sie sollen dann als „Botschafter “ Israels nach Deutschland zurückkehren. Im Programm : Ein Besuch im Holocaust Museum Jad Vashem, israelische Musik und das Nachtleben von Tel Aviv.

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Die deutsche Delegation am Flughafen (Foto: Aussenministerium)

Gestern (Sonntag) sind 200 junge Deutsche für einen fünftägigen Aufenthalt in Israel gelandet. Der Besuch findet im Rahmen des sogenannten „Flugzeug-Projekts“ statt, welches der zukünftigen Generation Deutschlands eine Geschmacksprobe des Landes geben soll. Das Projekt, in dem 3 Millionen Shekel investiert wurden , entstand nachdem Meinungsumfragen zeigten, dass die junge Generation in Deutschland mehr die Palästinenser unterstützt und die Beziehung zu Israel nicht als besonders wichtig ansieht.

Achmed Adj ist einer der Besucher. Er kam mit seinen Eltern nach Deutschland als er fünf Jahre alt war. Er ist Student für Maschinenbau. Er bezeichnet sich als sunnitischer Moslem und ist in Deutschland sehr aktiv bei kurdischen Organisationen und organisierte Hilfsaktionen für Flüchtlinge aus Syrien. Einige der Flüchtlinge sind Familienangehörige von ihm und wohnen bei ihm in der Stadt Aachen.

„Ich habe mich sehr gefreut, eine Einladung nach Israel zu bekommen“, sagt der 25 Jährige. „Das ist meiner Ansicht nach eine einmalige Gelegenheit und eine grosse Ehre. Ich kenne Israel nur aus den Nachrichten über die Probleme , die Israel mit den Palästinensern hat. Ich hoffe, Israelis zu treffen und ihre Meinung zu hören und zu sehen, ob die Situation wirklich so ist, wie sie in den Nachrichten beschrieben wird “

Unter den 200 Besuchern, die nach dem Plan des Außenministeriums „Botschafter“ von Israel werden sollen, befinden parlamentarische Helfer, Vorsitzende der jungen Abteilungen der Parteien, Models, Schauspieler, Wissenschaftler, High Tech Arbeiter, der Bürgermeister von Dachau, der der jüngste Bürgermeister in Deutschland ist, ein Snow Board Fahrer, eine Parlamentsabgeordneten des Bundeslandes Nordrhein- Westfalen, die eine Muslime türkischer Abstimmung ist, und noch viele andere.Es ist die größte Delegation, die jemals an diesem Projekt teilgenommen hat.

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Die Gruppe mit Zipi Chotobelli (Foto: Aussenministerium)

Die stellvertretende Außenministerin Zipi Chotobelli hat die Gruppe am Flughafen empfangenen und sagte, dass man in den Beziehungen zwischen Israel und Deutschland die Vergangenheit und die Zukunft mit einbeziehen müsse, einerseits die Erinnerung an den Holocaust, andererseits die Zusammenarbeit und den Blick in die Zukunft. „Euer Besuch ist wichtig aufgrund der besonderen Beziehung zwischen Israel und Deutschland. Ich freue mich, so viele junge Gesichter zu sehen, die das Land Israel kennenlernen möchten.“

Die Delegation wird in drei Gruppen eingeteilt durch Israel reisen. Eine Gruppe konzentriert sich auf Themen der Wirtschaft und Technologie, die zweite Gruppe beschäftigt sich mit Musik und Kultur, während sich die dritte Gruppe mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen wird.  sie werden die Gedenkstätte und das Holocaust Museum Jad Vashem besuchen, den Präsidenten und Ministerpräsidenten treffen, politische Vorträge bekommen und High Teich Firmen , Kultureinrichtunen und israelische Organisationen besuchen. Auch werden sie über den Jerusalemer Machane Jehuda Markt gehen, israelische Musik hören und das Nachtleben von Tel Aviv kennenlernen.

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Delegationsteilnehmer mit dem israelischen Botschafter in Deutschland (Foto: Aussenministerium)

Der israelische Botschafter in Deutschland , Jakov Handelsmann erklärt :

“ Wir haben ein Problem mit den Jugendlichen in Deutschland. Sie bekommen ein sehr negatives Bild über Israel. Jeder in Deutschland, der Israel kennt und dort zu Besuch war schätzt Israel sehr und verändert seine Einstellung zum Land. Unsere Erfahrung zeigt, dass jeder, der Israel besucht hat, völlig verändert mach Deutschland zurückkehrt. Wir investieren hier auf eine langfristige Periode. Nachdem die Gruppe nach Deutschland zurückkehrt , hoffen wir , mit ihnen in Kontakt zu bleiben, um für einen Fortbestand der Freundschaft mit Deutschland zu sorgen.“

Einer der Besucher ist Thorsten, 30 , aus Berlin. „Ich war sehr überrascht, eingeladen zu werden , ich war noch nie in Israel. Ich wusste, dass es ein Land mit Spannungen ist. Ich habe keine Vorurteile und komme offen und bereit zuzuhören nach Israel. Meine Freunde waren etwas geschockt, dass ich mach Israel fliege in einer Zeit der Messerattacken. Aber ich sagte ihnen, dass es keinen sicheren Platz gibt auf der Welt und ich mich sicher fühle, ein Teil der Delegation zu sein. Denn auch in Paris hab es Terroranschläge . Ich bin sehr aufgeregt, Israel kennenzulernen. Ich habe gehört, dass das Essen dort sehr gut sein soll.“

Vanessa,27, ebenfalls aus Berlin , glaubte anfangs nicht, dass sich die israelische Botschaft bei ihr meldete. „Vorher haben sie meine Telefonnummer?“ war ihre erste Reaktion. Aber nachdem sie sich beruhigt hatte war sie sehr aufgeregt ach Israel zu kommen. Für sie ist Israel ein sehr freundliches Land und ein Freund von Deutschland. „Ich mache mir meine Sorgen. Israel hat den besten Sicherheitsdienst der Welt. Ich komme um die christliche und jüdische Kultur kennenzulernen aber habe auch von dem hervorragenden Essen im Land gehört und möchte es probieren.“

Daniel,23, auch aus Berlin, ist Vorsitzender der Organisation „Jugendliche gegen Aids“ , die sich für mehr sexuelle Aufklärung in den Schulen einsetzt. Er wollte schon immer mal nach Israel kommen, besonders wegen der Szene der Klubs in Israel und dem Aufblühen der Homo-Lesben Gemeinde im Land. “ Ich war sehr erstaunt, als ich angerufen wurde. Warum gerade ich ? Aber jetzt bin ich sehr aufgeregt wegen der Fahrt. Ich weiss , dass die Israelis um die Existenz  ihres Landes kämpfen und dass sie ein starkes Volk sind. Ich habe gehört, dass Israel ein Paradies für die Homo-Lesben Szene ist und daher kann ich es kaum erwárten, die Klubs von Tel Aviv zu besuchen. meine Frossmutter macht sich etwas Sorgen wegen der Sicherheitslage. Aber meine Freunde sind sehr neidisch auf mich.“

Den Besuch der Gruppe kann man auf einer Webseite mitverfolgen , zur Seite bitte hier klicken.

 



Kategorien:Aktuelles, Das Magazin

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  1. Jubiläumsreise nach Israel | loantruong

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