9.November

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Guten Morgen liebe Leser,

heute ist der 9.November. Die meisten Menschen denken jetzt bestimmt an den Fall der Mauer von 1989. Es ist schon erstaunlich, wie das Schicksal gerade dieses Datum wählte für den Beginn der Wiedervereinigung Deutschlands. Ein anderes historisches Ereignis wurde aus dem Bewusstsein vieler verdrängt. Ich spreche natürlich vom 9.November 1938 , der Tag, an dem die Synagogen in Deutschland brannten und den Beginn des Ende jüdischen Lebens in Deutschland makierte.

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Oldenburger Juden werden abgeführt

Auch in Oldenburg brannte die Synagoge. Oldenburger Juden wurden verhaftet und abgeführt.Im folgenden Link wird darüber berichtet. (http://www.erinnerungsgang.de/2015/09/23/9-10-november-38/)

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Die alte oldenburger Synagoge vor und nach der Zerstörung

Aber die Nazis haben ihr Ziel nicht erreicht . Als Folge der „Kristallnacht“ vom 9.November 1938 wurde Deutschland geteilt und dann , wieder am 9.November, 1989, fiel die Mauer und Deutschland wurde wieder eins.
Ich werde mich am 9.November immer an die Ereignisse der „Kristallnacht“ erinnern. wir dürfen das nicht vergessen, damit so etwas nie wieder geschieht.
Natürlich vergesse ich auch nicht die Nacht des Mauerfalls. Ich habe damals vor dem Fernseher gesessen und mich wie alle Deutschen gefreut. Aber wir dürfen nie vergessen, was damals geschah.

Heute gibt es wieder jüdisches Leben in meiner Heimatstadt Oldenburg, und ich bin stolz , an der Erstehung der neuen jüdischen Gemeinde zu Oldenburg Anteil genommen zu haben.

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Die neue Synagoge der jüdischen Gemeinde zu Oldenburg

Aus der Gründungsgeschichte der neuen jüdischen Gemeinde zu Oldenburg ( Wikipedia) :

Gründung der heutigen Gemeinde

Die Geschichte der Neugründung der jüdischen Gemeinde zu Oldenburg geht bis in das Jahr 1983 zurück. Die Initiative zur Neugründung ging vor allem von gläubigen Frauen aus. Es begann mit einer Gruppe von drei Menschen, einer in Oldenburg wohnenden Israelin, Renee van Vugt und zwei Oldenburger, Uta Preiss Ihle und Björn Ihle (Mutter und Sohn), die sich aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln entschieden, Hebräisch lernen zu wollen. Neben dem Hebräisch-Unterricht wurde auch über das Judentum gesprochen und nach einiger Zeit begann man, sich zu den jüdischen Feiertagen zu treffen und sie gemeinsam zu begehen. Mit der Zeit begann man, weitere Menschen mit jüdischem Hintergrund, die in Oldenburg und Umgebung lebten, zu suchen und zu den gemeinsamen Treffen einzuladen. So wurde die Gruppe immer größer, es kamen Menschen aus allen Bereichen hinzu, so auch die spätere langjährige Vorsitzende der Gemeinde Sara-Ruth Schumann.

Man begann, sich in einem größeren privaten Raum zu treffen, es wurde Mitte der 1980er Jahre die „Jüdische Gruppe zu Oldenburg“ gegründet. Die Gruppe wandte sich an den damaligen Oberrabbiner von Niedersachsen Henry G. Brandt mit der Bitte, betreut zu werden. Einmal im Monat kam Rabbiner Brandt nach Oldenburg und betreute und unterrichtete die Gruppe, bis 1992 die Gemeinde offiziell erneut gegründet wurde. Ausschlaggebend war der Wunsch nach einem Ort, an dem jüdische Traditionen wieder gelebt werden konnten. 16 Teilnehmer unterschrieben das Gründungsprotokoll der Gemeinde am 6. August 1992.[7] Dies war nach derShoa der zweite Versuch, in Oldenburg jüdisches Leben zu integrieren.

Wieder fanden die Gottesdienste zunächst in Privaträumen statt. Doch stellte die Stadt Oldenburg der Jüdischen Gemeinde die denkmalgeschützte ehemaligeBaptistenkapelle in der Wilhelmsstraße (seit 2013: Leo-Trepp-Straße[8]) zur Verfügung. Nach umfangreichen Umbauten durch die Stadt wurde das Gebäude im März 1995 als neue Synagoge eingeweiht.[9] Das Haus aus dem Jahr 1868 diente zunächst dem Guttemplerorden als Logenhaus und wurde ab 1916 vom benachbartenPeter Friedrich Ludwigs Hospital vorübergehend als Infektionshaus genutzt; später war hier bis 1984 das Institut für Labormedizin untergebracht.[10] Bei der Sanierung wurde der wiederaufgefundene Schmuckstein der ersten Synagoge über das Portal des neuen Gotteshauses eingebaut.[11] Zu dieser Zeit war die Gemeinde bereits aufgrund von Zuwanderung von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion erheblich angewachsen. Zur Einweihung der neuen Synagoge war unter anderen auch der frühere Landesrabbiner Leo Trepp anwesend.[12] Im Jahr 2000 wurde das Gemeindehaus neben der Synagoge und die Mikwe fertiggestellt sowie ein eigener Friedhof eingeweiht.

Heute zählt die Gemeinde wieder mehr als 300 Mitglieder. 



Kategorien:Der Blog, Judentum

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