Shalom aus Israel

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Hallo liebe Leser,

Die Zeit rennt , ich habe es leider nicht geschafft ,einen Bericht zu schreiben , hatte alles mögliche zu tun. Ich bin also mitten drin im Alltagstrott. Und das ist ja eigentlich auch gut so. Das heißt jetzt nicht, dass hier in israel alles ruhig und friedlich ist , relativ betrachtet . Es gibt eigentlich kaum Tage an denen überhaupt nichts passiert. Aber für uns, die Bürger , ist es zur Zeit eben sehr ruhig und wir leben alle unseren Alltag.

Das Chanuka Fest steht vor der Tür. Heute Abend zünden wir die erste Kerze auf der „Chanukia“ , dem Kerzenständer für Chanuka, an. Auch die für das Fest typischen „Sofganiot“ , ihr kennt sie als Berliner, habe ich schon gekauft. Das werden jetzt problematische Abende , wenn wir beim anzünden der Kerzen immer auch einen Berliner essen. An den nächsten 8 Abenden wird die Chanukia angezündet, jeden Abend eine Kerze mehr , so dass am letzten Abend, das wird der 23.12. sein, acht Kerzen brennen werden. Dazu kommt noch eine weitere Kerze, die „Shamash“ genannt wird. Mit ihr werden die anderen Kerzen angezündet.und warum zünden wir an acht Abenden die Kerzen an ? Das Anzünden der Kerzen soll uns an das Wunder erinnern, welches damals nach dem Aufstand der Makkabäer im Tempel passierte. Man hatte nur noch Öl für einen Tag im Tempel . Doch als man das Licht damit anzündete reichte das Öl wie durch ein Wunder für acht Tage. Daher zünden wir die Kerzen an, bis dann alle acht Kerzen brennen. Ich persönlich mag die Zeit von Chanuka. Es ist eine schöne Atmosphäre . Auch in der Stadt sind Beleuchtungen angebracht und große Chanukias stehen an vielen Straßen. Chanuka ist fast immer zeitgleich zum christlichen Weihnachtsfest. Ich denke mal, dass das kein Zufall ist. Zu jedem christlichen Fest kann zur gleichen Zeit ein jüdisches Fest finden. Ostern- Pessach, Karneval-Purim, Pfingsten- Shavuot usw. Und wenn ihr jetzt einige Chanuka Lieder hören könntet, dann würdet ihr auch sofort an Weihnachten denken. Hier ein Beispiel. Das Lied „Maoz Zur“ gespielt vom Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta :

Und ? Habe ich Recht und es klingt sehr „weihnachtlich“?

Ich bin jetzt im Bus auf dem Weg nachhause nach Modiin. Das Wetter ist wunderbar, blauer Himmel und Sonne. Ich wünsche euch einen angenehmen Tag. Shalom aus Israel !



Kategorien:Der Blog, Judentum

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