Guten Morgen aus Israel

Bericht-aus-Jerusalem.jpg

Hallo liebe Leser,

Ich wünsche euch eine angenehme Woche , ich sitze bereits wieder im Bus auf dem Weg nach Jerusalem. Die Temperaturen sind deutlich niedriger als gestern , momentan sind es um die 19 Grad . Gestern gab es bei uns den ersten starken Regen , es hatte vorher zwar schon ein wenig getröpfelt , aber gestern goss es in Strömen . Der erste Regen nach dem Sommer wird in Israel „HaYoreh“ genannt , und den hatten wir also gestern . Wenn es hier stark regnet dann ist es meistens auch sehr stürmisch . In einigen Orten war der Wind so stark, dass Bäume umknickten ( Link ). In meinem Garten wurde meine kleine Hollywoodschaukel umgeschmissen und ich fand sie später auf dem Kopf stehend im Blumenbeet liegen.
Soviel zum Wetter .

Das Lawinenunglück in Nepal ist weiter das Hauptthema in den Nachrichten hier. Die Leichen der drei ums Leben gekommenen Israelis sind gestern in Israel angekommen. Eine weitere israelische Touristin gilt immer noch als vermisst. Israel hat Spezialisten der Armee nach Nepal geschickt, um bei den Bergungsarbeiten zu helfen, und ein Hubschrauber mit Spezialisten einer israelischen Versicherungsgesellschaft fliegt über dem Unglücksort und hilft bei der Suche nach der Vermissten. Den Nachrichten zufolge ist Israel das einzige Land , das Hilfsgruppen nach Nepal entsandt hat , um vor Ort zu helfen. Das finde ich schon sehr beeindruckend.
IMG_8179.PNGTitelseite der heutigen Ausgabe der „Jerusalem Post

In einem Kommentar in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung „Israel Hayom“ wurde geschrieben , dass es wohl billiger sei in Berlin , aber in der Not könne man sich auf Israel verlassen, dem kann ich nur zustimmen. Immer wenn Israelis im Ausland in Not waren, gab es Hilfe aus Israel, wie zum Beispiel beim schweren Erdbeben in der Türkei vor 15 Jahren . Als 1976 ein Flugzeug mit Israelis an Bord nach Uganda entführt wurde , schickte Israel eine Spezialeinheit nach Uganda, in einer unglaublichen Aktion wurden die Geiseln befreit . Bei dieser Aktion kam Joni Netanjahu, der Bruder des heutigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu , ums Leben.
In einem anderen tragischen Fall wurde Israel untersagt, Hilfe zu schicken. Das war 1972, als palästinensische Terroristen das olympische Dorf in München stürmten und die israelischen Sportler als Geiseln nahmen. Die deutschen Behörden ließen es nicht zu, dass israelische Soldaten nach Deutschland kommen, um bei der Befreiung der Israelis zu helfen. Das traurige Ende dieser Geiselnahme ist uns leider bekannt . Sie endete mit dem Tod aller Sportler der israelischen Mannschaft, es gelang nur einem, bei der Geiselnahme zu fliehen und zu überleben.
Was ich damit beschreiben wollte ist, dass Israel immer zur Stelle ist, wenn ihre Bürger in Not sind . Vielleicht sollte man deshalb in Kauf nehmen , dass bei uns der Schokoladenpudding etwas teurer ist.
Natürlich ist das jetzt nicht so einfach, es muss schon etwas geändert werden, um die Preise in israel zu senken . Aber dennoch sollte man auch die positiven Seiten sehen .
Israel befindet sich in einer ganz anderen Lage als Europa , es werden Milliarden in den Verteidigungshaushalt investiert, und das ist sich gut so, wie wir es im Sommer gesehen haben, als das Raketenabwehrsytem Iron Dome fast alle aus Gaza abgeschossenen Raketen abwehrte. Die Regierung ist sich der Probleme bewusst . Ich hoffe ,dass sich die wirtschaftliche Situation der Menschen hier bald etwas verbessern wird.

So, jetzt habe ich hier soviele verschiedene Themen angesprochen. Ich werde später noch einige Links dazu hinzufügen.
Jetzt wünsche ich euch einen angenehmen Tag, ich komme gerade in Jerusalem an.

Shalom aus Jerusalem !



Kategorien:Aktuelles, Der Blog

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