Guten Morgen aus Israel

Wie die Zeit vergeht ! Ein neuer Tag hat begonnen und ich sitze schon wieder im Bus auf dem Weg nach Jerusalem . Gerade sind wir an der Stadtverwaltung vorbeigefahren auf dem Weg zur Schnellstraße 443 nach Jerusalem. Man sieht die Kinder auf dem Weg zur Schule , die Erwachsenen auf dem Weg zur Arbeit, die Bushaltestellen sind voll. Um Zeit zu sparen haben viele ihren Thermo Kaffeebecher mit , ich übrigens auch. Zuhause muss alles ganz schnell gehen, jede Minute ist kritisch, um 7:30 müssen alle an der Tür stehen, fertig zum abfahren, mein großer Sohn zum Bahnhof ,meinen kleinen Sohn ( ist 13 klein?) setzte ich danach an der Schule ab. meine Tochter zieht es vor, zu Fuß zu gehen , 25 Minuten etwa.
Und ich habe es geschafft, den Bus um 7:55 zu bekommen, der fährt etwas direkter mit weniger Haltestellen. Dennoch bin ich nicht allzu optimistisch, Verkehrsstaus wird es am Eingang zu Jerusalem geben.
Der Himmel ist blau , heute soll es etwas wärmer als gestern werden. Momentan sind die Wetterberichte hier noch recht einseitig . Mal wärmer , mal etwas kühler , wenn man 28 Grad als kühl bezeichnen kann.

Heute nachmittag fange ich wieder an , zu unterrichten . Ich unterrichte Cello, das ist eigentlich mein Hauptberuf, ich habe Musik an der Musikakademie in Jerusalem studiert. Hier in Modiin gab es dann einen Neuanfang nach unserem Umzug hierher vor zwei Jahren . Neben meinem Job am Fernsehen unterrichte ich zwei Schüler , eventuell kommt noch eine Schülerin dazu. Das wäre toll. Hier in Israel ist es nicht so wie in Deutschland , wo fast jedes Kind ein Instrument lernt , wo es in jeder Schule ein Orchester gibt . Die klassische Musik ist in Israel nicht so populär . Daher begannen viele Städte mit besonderen Projekten , wo man den Kindern in der Schule im Gruppenunterricht die Instrumente näher bringt . In Jerusalem habe ich 4 Jahre lang Cello in Schulen unterrichtet. Das war sehr interessant m ich habe dabei viele begabte Kinder getroffen und auch die Eltern waren begeistert, sie hatten eben nicht an die Möglichkeit gedacht m ihrem Kind das Lernen eines Instrumentes zu ermöglichen .
Wie gesagt , Künstler und Musiker haben es nicht einfach in Israel . Hier sollte man etwas lernen , wo man gut verdienen kann. High Tech , Banking, Jura, Wirtschaft , das ist gefragt . Und daher versuchen wir auch , unsere Kinder in die Richtungen zu leiten.

Jetzt bin ich schon auf halber Strecke , landschaftlich ist es sehr schön , wir steigen während der Fahrt 500 Meter hoch nach Jerusalem , welches ungefähr 700-800 Meter hoch liegt. Modiin liegt natürlich 300 Meter über dem Meeresspiegel. Daher haben wir leider von dem Schnee in Jerusalem im letzten Dezember nichts abbekommen.
So, gleich werden die Verkehrsstaus beginnen, ich werde. Ich etwas entspannen und wünsche euch nun einen angenehmen Mittwoch .Shalom !

Auf dem Foto : Das Rathaus von Modiin

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Kategorien:Der Blog

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